Der Vorverkauf läuft! Wir freuen uns auf das Bamberger Weihnachstkonzert 2016!

Bamberger WeihnachtsKONZERT 2016


Freitag, 23. Dezember 2016,
20 Uhr
Bamberg, Konzerthalle
Jauchzet, frohlocket …

Programm:

Bach – Weihnachtsoratorium Kantate 1
Locatelli – Concerto grosso Weihnachtskonzert
Bach – Jesu bleibet meine Freude
Bruch – Violinkonzert Adagio
Musikalische Schlittenfahrt nach Joseph Haydn
Weihnachtssinfonie Quodlibet

Ausführende:

Sinfonietta Bamberg
Kammerchor Nürnberg
Einstudierung: Sabine Hickmann

Lucius Strauss, Sopran
Kindersolisten des Bamberger Domchors
Lucia Duchoňová, Alt
Patrik Horňák, Tenor
Thomas Trolldenier, Bass

Harald Strauss-Orlovsky, Solovioline & Leitung



 

Pressespiegel & Gästebuch

 

«Nach unserem Besuch des Weihnachtskonzerts am 22.12.2000 sind wir so begeistert, dass wir den Mitgliedern der Sinfonietta Bamberg als dem Veranstalter, insbesondere dem Leiter Herrn Harald Orlovsky unseren herzlichen Dank für den gelungenen Abend aussprechen möchten.
Als Konzertgänger mit mehr als 25 Jahren - teils auch leidvoller - Erfahrung war dies mit das Beste, was wir in den vielen Jahren erlebt haben...
Auch auf die Gefahr hin, dass wir uns wiederholen: Bravo, Bravo, Bravissimo und nochmals unseren herzlichen Dank. Bei diesem Konzert wurde bewiesen, dass mit neuen Ideen, Einsatz und Energie erreicht wird, wovon andere nur trüumen können: Unterhaltung vom Feinsten.»
Birgit und Karl-Heinz Göbel am 23. Dez. 2000 per Mail an die Bamberger Symphoniker

«Herzlichen Glückwunsch zu soviel Dank und Beifall.»
Mathias Weigmann, Intendant der Bamberger Symphoniker am 23. Dez. 2000

«Ein klug gemischtes Jubelprogramm auch mit Bach und Händel bot die Sinfonietta Bamberg am vierten Advent im Keilberth-Saal [...]
Gleich das erste Stück des Abends zeigte die Vorzüge der Sinfonietta Bamberg auf: Ein wohl ausgewogener Ensembleklang, der nicht auf derbe Kontraste, sondern stets auf vornehme Zurückhaltung setzte. Eleganz, das war das Beiwort, das sich aufdrängte - und das passte genauso auf die weichen Bewegungen und sanften Gesten des Dirigenten [...]
Last but not least war es die Stimme von Christiane Oelze, die für Weihnachtsjubel sorgte. Sie intonierte klar und leicht, verströmte in den tieferen lagen durch Vibrato warmen Schmelz, war wendig und koloraturgewandt.»
Fränkischer Tag 27. Dez. 2001

«Senta Berger führte mit einem persönlich gestalteten Erinnerungs-"Vorwort" das Stimmungsvolle weiter: Die Schilderung anrührender Bescheidenheit, in der Not nicht als Mangel empfunden wurde, beeindruckte dank ihres virtuos gestalteten melodisch-weichen Sprachflusses. [...]
Oscar Wildes Märchen "Der eigensüchtige Riese" [...] - Senta Berger hatte mit diesem Text die Herzen des Publikums aufgebrochen.»
Fränkischer Tag 23. Dez. 2003

«In bezaubernder und anrührender Weise gelang es, dieses Kinderorchester zu leiten, [...] Eingebettet in symphonische Streicher aus dem Hintergrund konnte jedes Kind seine Begabung individuell und erfrischend ausspielen [...]
Dieser Gefühlshöhepunkt [...] führte zu einem Beifallssturm, den die Augsburger Domsingknaben nach "Ein Männlein steht im Walde" und "Der kleine Sandmann" mit dem Abendsegen noch steigern konnten. Die "vierzehn Englein" aus dem Kinderorchester, goldbekränzt und Kerzen tragend, rührten die zahlreich anwesenden Großmütter zu Tränen. [...]
Susanne Strauss mit Zwölf Variationen für Klavier C-Dur KV 265 [...] mit auffallend perlender Präzision [...] Dabei vermied die Pianistin vordergründige Effekte, was der Virtuosität dieses vertrackten Werkes gut bekam.»
Fränkischer Tag 27. Dez. 2004

«Wir dürfen Ihnen auf diesem Weg unser Kompliment für dieses großartige Konzert aussprechen. Der Funke ist richtig auf das Publikum und uns übergesprungen. Eine neue Erfahrung war es für uns, viele der Symphoniker als Solisten erleben zu können. Da weiß man als Abonnent erst so richtig, dass wir hier in Bamberg und damit in der Region ein Weltklasse-Orchester beheimatet haben.»
Friederike und Georg Elben am 19.12.2005 per Mail an die Bamberger Mozartgesellschaft

«Das Weihnachtskonzert der Sinfonietta Bamberg ist ungemein beliebt. Anders ließ sich der dicht besetzte Keilberthsaal am Sonntag nicht deuten. Das Besondere daran: Statt allein auf die bewährten Bamberger Symphoniker zu setzen, aus deren Mitgliedern sich die Sinfonietta speist, gibt Konzertmeister und Ensembleleiter Harald Strauss-Orlovsky dem Nachwuchs eine Chance. [...]
Roman Katkovs enorme Sprungkraft und Beweglichkeit ließ den russischen Tanz zu einem Höhepunkt werden, Isabel Hell bezauberte als leichtfüßige Zuckerfee. Apropos Zucker: Da in der Pause Pralinen gereicht wurden, kam neben Ohr [...] und Auge [...] auch der Gaumen auf seine Kosten.»
Fränkischer Tag 19. Dez. 2006

«Eine Erfahrung der besonderen Art hielt das gemeinsame Weihnachtskonzert der Sinfonietta Bamberg mit dem Bamberger Oratorienchor unter der Leitung von Harald Strauss-Orlovsky für seine Besucher bereit. "Jauchzet, frohlocket" -- der berühmte Beginn von Bachs Weihnachtsoratorium war in der ausverkauften Konzerthalle gleichzeitig eine Einladung an alle Besucher, am Ende des Programms selbst in die feierlichen Klänge mit einzustimmen.
Der Vorweihnachts-Abend stand im Zeichen der Musik Johann Sebastian Bachs und bot eine gelungene Mischung aus einerseits bekannten Werken wie der Ouvertüre und vor allem dem "Air" aus der dritten Orchestersuite D-Dur nebst verschiedenen Stücken aus dem Weihnachtsoratorium unter dem Motto "Für Gottes Ohr und Menschenherzen". Andererseits wurden dem Publikum auch weniger geläufige Kompositionen präsentiert, wie die Arie "Sooft ich meine Tobackspfeife" BWV 515a oder der Eingangschor des Magnificats -- wohlgemerkt -- Carl Philipp Emanuels, des berühmtesten Bach-Sohnes. Die besonders gelungene Darbietung dieser bemerkenswerten Komposition durch die von Strauss-Orlovsky engagiert wie akkurat dirigierten Ensembles gegen Ende des Programms war einer der Höhepunkte. Ebenfalls das Prädikat "besonders lobenswert" verdiente die Aufführung der Kaffeekantate, einer humoristischen Solokantate Bachs, die im zweiten Teil des Abends ("Bei Bachs zu Hause") das Leid der Erzieher mit den Kindern aufs Korn nimmt. Hier begeisterte einmal mehr der Tenor Johannes Weiß nebst Ulrike Heyse (Sopran) und dem Flötisten Jörg Krämer, der mit teils virtuosen Solo-Passagen technisch wie klanglich überzeugte.
Das traditionelle Miteinbeziehen des Publikums zum Schluss des Weihnachtskonzerts erweiterte Strauss-Orlovsky diesmal zu einer "Weihnachtssinfonie" - einem selbst eingerichteten Quodlibet der Lieder "Tochter Zion", "Vom Himmel hoch" und "Adeste fideles". Hier stimmte das vom Dirigenten geleitete Publikum erst gruppenweise, dann im Tutti mit den Akteuren auf der Bühne bei gedämpftem Licht zu einem überaus atmosphärischen Finale ein.»
Tobias Fichte für das Bamberger Wochenblatt am 6. Jan. 2008

Konzerthalle stimmt in Engelsjubel ein
Mit dabei: Sinfonietta Bamberg und erlesene Solisten und Chöre


Das Weihnachtsfest hat es nicht leicht: Es ist in Zeiten eines von den Wurzeln zunehmend abgekoppelten, verweltlichten und auf ein mit bestimmten Attributen und Klischees reduzierten Jahresend-Events (Geschenke, Glühwein, Konsum, Betriebsamkeit, Geschäft), nicht leicht, Weihnachtsbräuche bewusst zu leben und zu gestalten sowie weihnachtliche musikalische Traditionen und typische Weihnachtsmusik zu vermitteln, ohne vielleicht allzu sentimental, rückwärtsgewandt oder "uncool" zu wirken. Dass weihnachtliche Musik und Musizieren nicht nur mit Besinnlichkeit, "Stille Nacht" und steifem Absingen vor dem Christbaum assoziiert werden muss, dafür können ausgelassene Freude, rhythmische Akzentuierung und Tanz bei anderen europäischen und außereuropäischen Völkern (etwa schon bei unseren tschechischen Nachbarn) als Beispiel dienen. Oder das altspanische Weihnachtslied "Riu riu chiu" aus dem 15./16. Jahrhundert. Kann man Weihnachtsfreude in der Musik auch einem eher distanzierten Publikum vermitteln und es sogar zum Singen alter europäischer Weihnachtslieder begeistern, ohne in die Gefahr unbewussten Missionierens zu geraten? Dass es möglich ist, zeigte dieses Weihnachtskonzert unter dem Motto "Himmelskönig, sei willkommen" – Text des Eingangschors der Bach-Kantate BWV 182, aus der zu Beginn die einleitende Sonata erklang.
Harald Strauss-Orlovsky wies in seiner gewohnt charmanten, witzigen, aber auch informativen Art der Moderation auf die beiden Sphären weihnachtlichen Musizierens hin: oben die prachtvolle Musik der himmlischen Chöre (Pauken und Trompeten), unten die verhaltenere Weihnachtsfreude der Hirten, repräsentiert durch das Spiel auf Schalmeien, das in der späteren Gattung der Pastorale aufgegriffen wurde. Musik mit "pastoralen" Inhalten oder dem Vorkommen von Hirten im Text muss nicht ausdrücklich weihnachtlich sein, so wie etwa das von Martina Schilling (Sopran) berührend vorgetragene "Schafe können sicher weiden" aus J.S. Bachs Jagdkantate. Martina Schilling brachte ihre sauber geführte Stimme auch im zweiten Teil im Dialog mit der Trompete (Johannes Trunk) zur Geltung, im Choral "Sei Lob und Preis in Ehren" und dem abschließenden "Alleluja" aus Bachs Solokantate "Jauchzet Gott in allen Landen". Ein großes Lob gebührt in diesem Zusammenhang den Blockflöten-Solisten des Abends, Caroline Hausen und Justus Willberg – ihr lebendiges Spiel war nicht nur ein musikalischer Genuss, sondern auch eine optische Augenweide. Außer in Bachs Arie zeigten sie ihr Können auch in Johann Christoph Pez´s Concerto pastorale.
Wozu hat die Konzerthalle eine repräsentative Orgel, wenn man sie nicht spielt? Also spielte man sie. Markéta Schley Reindlová, die an der Jann-Orgel auch als Begleiterin der Arien, Concerti und Chorstücke kompetent und flexibel agierte, interpretierte virtuos, mit überzeugendem Spannungsbogen und differenzierter Artikulation J.S. Bachs populärstes Orgelwerk aus dessen "Sturm- und Drang-Zeit", Toccata und Fuge d-moll BWV 565 – die Wirkung dieses "rauschenden" Werkes möge die Tatsache nicht schmälern, dass Bachs Autorschaft inzwischen umstritten ist. Dennoch frage ich mich, ob man das Klischee von "der Toccata von Bach" (er hat ja fünf Toccaten und Fugen für Orgel geschrieben) gerade an Weihnachten erneut bestätigen muss. Als Vorausschau auf Silvester vielleicht? Bach hätte ebenso fulminante Weihnachtsmusik für Orgel zu bieten. Andererseits ist es nötig, die in einer bestimmten thematischen Nische befindliche und durch Vorurteile (langsam, laut, kirchlich-streng, autoritär, langweilig) belastete "Königin der Instrumente" überhaupt im außerkirchlichen Rahmen zu Gehör zu bringen, um Unwissenheit und Ignoranz selbst unter Musikfreunden entgegenzutreten.
Zusammen mit dem begeistert muszierenden Orchester, aber auch "a cappella" war der homogen klingende Nürnberger Kammerchor unter Leitung von Sabine Hickmann vertreten, der auch zusammen mit den Kindersolisten des Bamberger Domchors und den Chorklassen der Maria-Ward-Realschulen die Weihnachtssinfonien "anführte". "Chorisch" war auch der "familiäre Kinderchor" der Familie Strauss-Orlovsky, allesamt Mitglieder des Bamberger Domchors, mit "Jingle Bells" vertreten, eine der Überraschungen außerhalb des offiziellen Programms
Aber Moment mal, was ist denn eine Weihnachtssinfonie? Im Anschluss an die etwas zeitkritische Einleitung dieser Besprechung: Sie ist eine Möglichkeit der Rückkehr in die Kindheit und Jugend der Konzertbesucher, in der sie vielleicht öfter als heute bekannte Weihnachtslieder gesungen haben. In einer Weihnachtssinfonie werden die Konzertbesucher, zum Teil auf mehrere "Chorgruppen" verteilt, aktiv in das Musiziergeschehen eingebunden, Parkett und Ränge werden somit Teil des (weihnachtlichen) Podiums. Formal zeichnet sich die Weihnachtssinfonie durch Harald Strauss-Orlovskys Lust am Arrangieren, Instrumentieren, Kombinieren sowie am Herausstellen motivischer Gemeinsamkeiten aus: wer hätte geahnt, welche Bezüge es etwa zwischen "O du fröhliche" und Händels "Halleluja" gibt, so dass es sinnvoll ist und Spaß macht, beide Werke miteinander zu kombinieren. Mehr Mut zum Mitsingen und Freude daran wäre im Publikum jedoch wünschenswert gewesen.
Autor: Prof. Ulrich Theissen, Dezember 2015